Kategorie: 2020er

  • Die Flutkatastrophe

    Die Flutkatastrophe

    „Das ist unvorstellbar!“

    Noch am Nachmittag des 14. Juli 2021 konnte ich nicht erahnen, dass nahezu jedes meiner Gespräche der kommenden Tage und Wochen von diesem Satz geprägt sein würde. An diesem Nachmittag – so unmittelbar vor der Flutkatastrophe der kommenden Stunden – freute ich mich darauf, in wenigen Wochen bereits mehr als 270 neue Studierende im Fachbereich Rechtspflege begrüßen zu dürfen; und dies in Präsenz auf unserem Campus in Bad Münstereifel – nach vielen Monaten der digitalen „Corona-Fernlehre“.

    Ich war froh darüber, dass wir hierauf gut vorbereitet waren und alle Studierenden des neuen Jahrgangs gleich zu Beginn ihres Studiums mit Tablets ausgestattet werden konnten. Auch freute ich mich darüber, dass wir unsere Studierenden des noch laufenden „Abschlussjahrgangs“ trotz der vielfältigen Folgen der Pandemie, darunter viele und lange Phasen der digitalen Lehre, in den beiden noch vor uns liegenden Wochen durch ihre schriftlichen Prüfungsarbeiten vor Ort begleiten würden. Sehr positiv gestimmt arbeitete ich also am 14. Juli 2021 in meinem Büro in Bad Münstereifel und formulierte eine an alle Studienanfänger/innen gerichtete E-Mail, die am kommenden Morgen versendet werden sollte. Darin wollte ich die Studierenden dazu aufrufen, sich – falls noch nicht geschehen – schnellstmöglich zum Schutz vor einer Infektion mit dem Corona-Virus impfen zu lassen. Dass wir diese Rund-Mail am nächsten Morgen nicht würden versenden können und ich, der ich als Pendler in Bad Münstereifel arbeite, mich an diesem Tag um meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort sorgen und auch erst Tage später sicher sein würde, dass alle meiner Kolleginnen und Kollegen diese Katastrophe ohne Schaden an Leib und Leben überstanden hatten, kam mir zu diesem Zeitpunkt nicht in den Sinn.   

    Das Unwetter vom 14./15. Juli 2021, das in den folgenden Stunden über Bad Münstereifel, den Kreis Euskirchen und weite Teile des Landes hereinbrach, war verheerend: In dieser Katastrophe verloren viele Menschen ihr Leben. Und am Morgen des 15. Juli waren die Kernstadt von Bad Münstereifel sowie weitere Ortsteile kaum wiederzuerkennen: Einzelne Häuser waren komplett zerstört oder schwer beschädigt, Straßen tief aufgerissen bzw. unterspült, Häuser und Keller mit Wasser und Schlamm geflutet, Autos und Container – wie Spielzeuge durch die Straßen gespült worden und waren mit Geröll und Gegenständen aus den Häusern, den Gärten und von den Straßen überall verteilt. In weiten Teilen des Kreises und der Stadt gab es nunmehr keinen Strom, keine Wasserversorgung und kein Telekommunikationsnetz mehr; kaum je­mand vor Ort war per Mobilnetz erreichbar.

    Von den Folgen der Überflutungen waren auch viele Mitarbeiter/innen der Hochschule betroffen. Einige wurden evakuiert, waren tagelang ohne Strom, Telekommunika­tion und Wasser, erlitten erhebliche Schäden an ihren Wohnungen und an ihrem Hab und Gut. Betroffenen konnten wir zum Glück eine Not­unterkunft anbieten, anderen, die mit Tod und Verlusten umgehen mussten, auch psy­chologische Hilfe. Wir gaben unkompliziert Sonderurlaub, damit sich die Kolleginnen und Kollegen sogleich um ihre Liebsten und die existenziell wichtigen Dinge kümmern konnten.

    Wir, als Fachhochschu­le, waren – wenn man die Gebäude betrachtetet – in dieser Nacht zugleich noch mit einem blauen Auge davongekommen: Vergleichsweise wenige unserer Studierenden-Unterkünfte, nämlich rund 40 Räume, und einige Funktionsräume in vier der von uns genutzten Gebäude waren mit Wasser und Schlamm über­flutet worden. Die betroffenen Räume, die Möbel und das gesamte Inventar waren damit unbrauchbar und mussten – wie die Böden auch – komplett ent­kernt bzw. entsorgt werden; die Räumlichkeiten wurden in den Folgemonaten aufwändig saniert und neu ausgestattet.

    Schon sehr rasch nach der Unglücksnacht konnte die Verwaltung der Hochschule trotz allem einen stark eingeschränkten Betrieb in unserer neuen, höher gelegenen Liegenschaft in der Wil­ly-Brandt-Straße aufnehmen. Hier verfügten wir zum Glück über Strom, Wasser und Telekommunikationsmöglichkeiten. Unseren Lehrbetrieb am Standort Bad Münstereifel überführten wir sogleich in die digitale Lehre. Der Prüfungsbetrieb wurde kurzfristig von den Oberlandesgerichten und der Justizvollzugsschule übernommen, wo­rüber wir sehr dankbar waren.

    Besonders miss­lich war die Situation auch für unsere Studierenden, die zu Beginn des Monats August ihr Studium – nach der letzten Corona-Welle und zu Beginn des neuen Studienjahres – in Präsenz in Bad Münstereifel hätten aufnehmen oder fortsetzen sollen. Sie mussten ihr Studium vorübergehend und für einige Wochen, bis die Infrastruktur in Bad Münstereifel anderes wieder ermöglichte, zunächst in digitaler Lehre absolvieren.

    Zugleich tat sich in den kommenden Tagen und Wochen sehr viel vor Ort in Bad Münstereifel: Die überfluteten Keller und Häuser wurden – auch dank vieler Helferinnen und Helfer – weitest­gehend geräumt, die unbrauchbar ge­wordenen Habseligkeiten zunächst an mehreren Stellen im Stadtgebiet gesammelt und von dort aus abtransportiert. Das Technische Hilfswerk riss Bauwerke zum Teil ab oder ­sicherte sie, verfüllte Straßen mit Schotter und machte diese jeden­falls in Teilen wieder provisorisch befahrbar. Auch die Ver­sorgung mit Strom, Wasser und Telefon wurde schrittweise wiederhergestellt. Aber auch Mona­te nach diesem furchtbaren Ereignis war die Stadt sichtbar verwundet und die Arbeiten liefen noch an vielen Stellen weiter.

    Da wir mit unseren Gebäu­den ja noch vergleichsweise glimpflich davonge­kommen waren und wir mit dem schon genannten Gebäude in der Willy-Brandt-Straße vom ersten Tag an noch ein funktions­tüchtiges Studierendenwohnheim hatten, boten wir auch der Stadt schon Stunden nach Eintritt der Katastrophe Notunterkünfte an. Wir stellten dort auch Unterkünfte und Besprechungsräu­me für die Helfer/innen u.a. des Technischem Hilfswerks zur Verfügung. Unmittelbar nach dem Unglück versorgte zudem unse­r damaliger Caterer aus der Küche des Gebäudes heraus die Hel­fer/innen und Bewohner in der besonders be­troffenen Kernstadt mit warmen Essen. In einem an­deren Gebäude stellten wir Tage später dann Räumlich­keiten für die Beantragung, die Bearbeitung und die Auszahlung der Soforthilfen des Landes und später auch für die Beratung im Rahmen der Wiederaufbauhilfe bereit.

    Besonders beeindruckt hat mich nicht nur die Wucht dieser, in diesem Ausmaß für uns nicht vorhergesehene Naturkatastrophe und die verheerenden Folgen, sondern vor allem auch die große Hilfsbereitschaft der professionellen und vor allem auch der vielen ehrenamtli­chen / freiwilligen Helfer. Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist mir dabei eine kleine Gruppe von Studierenden der Fach­hochschule, die sich gera­de in der Praxisphase befand, sofort Urlaub nahm und sich mit einem Camper spontan nach Bad Münstereifel begab. Die Studierenden befreiten hier sodann vier Tage lang Keller und Räume ihnen – bis dahin – völlig fremder Menschen von Schlamm, Wasser und zerstörten Möbeln.

    Auch die Hilfsbereit­schaft der Mitarbeitenden der Hochschule untereinan­der war großartig. Und auch die Hilfsangebote, die uns aus ganz Nordrhein-Westfalen und so­gar aus anderen Bundesländern unterbreitet wurden, haben mich sehr beindruckt. Auf die ersten diesbezüglichen Anfragen, die mich schon am Tag nach der Katastrophe erreichten, bat ich unseren Förderverein, sein Konto für den Empfang von angekündigten Spendengeldern zur Verfügung zu stellen. Das Ergebnis der Ak­tion war überwältigend: Rund 44.000 € konnten, nachdem ein mit Mitgliedern der Personalräte paritätisch besetztes Gremium über die Vertei­lung entschieden hatte, Anfang September 2021 an die von der Flut besonders betroffenen Jus­tizangehörigen der Fachhochschule ausgezahlt werden. Auch im Namen dieser Kolleginnen und Kollegen bedanke ich mich an dieser Stelle nochmals bei allen Spenderinnen und Spen­dern herzlichst. Meine Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Studierenden unserer Hochschule, haben die damaligen Herausforderungen – wie ich finde – mit Bravour gemeistert. Ihnen allen gilt mein ganz besonderer Dank. Uns allen wünsche ich, dass wir von solchen Krisen zukünftig verschont bleiben.

    Dr. Alexander Meyer

    Direktor der Hochschule der Justiz Nordrhein-Westfalen

  • FHR NRW 2020

    FHR NRW 2020

    Das Jahr 2020 brachte erhebliche Veränderungen für Fachhochschule und Ausbildungszentrum mit sich. So waren vor allem weitere Unterbringungsmöglichkeiten für die steigenden Studierendenzahlen notwendig. Bereits im Vorjahr hatten wir mit dem Beschluss über Anmietung von Unterkunfts- und Unterrichtsräumen im Bildungspark Essen die Voraussetzungen für den neuen zweijährigen Vorbereitungsdienst für die Laufbahngruppe 1.2 in den Gerichten und Staatsanwaltschaften geschaffen. Seit Ende des Jahres 2019 verhandelten wir nun mit unterschiedlichen Eigentümern über die Anmietung weiterer Räumlichkeiten in Bad Münstereifel, um die zusätzlichen Studierenden im Studiengang Rechtspflege unterbringen zu können. Und schließlich zeichnete sich ab, dass ich die Fachhochschule und das Ausbildungszentrum im Frühjahr in Richtung der Hochschule des Bundes in Brühl verlassen würde und meine Nachfolge zu besetzen wäre. Eigentlich also schon ein ausreichendes Programm für das Jahr 2020.

    In diesen ersten Wochen des Jahres 2020 schlichen sich dann aber so langsam ganz andere Nachrichten in unser Bewusstsein. In China war eine spezielle neue Grippe ausgebrochen. Eine Pandemie schien sich zu entwickeln, möglicherweise weltweit. Dann tauchten erste vereinzelte Fälle in Deutschland auf. Schließlich kam es im Karneval zu einem größeren Ausbruch in Heinsberg. Und so wurde diese Pandemie immer mehr Thema auch für uns in Fachhochschule und Ausbildungszentrum. Welches Ausmaß würde die Pandemie nehmen und in welcher Geschwindigkeit sich ausbreiten? Wie schwer würden Krankheitsverläufe werden und welche Maßnahmen zur Eindämmung wären zu treffen? Erste Besprechungen hierzu mit dem Ministerium fanden statt. Es war Neuland für uns Alle.

    Wir hatten natürlich vor allem im Blick, dass unsere Studierenden und Auszubildenden nicht nur aus ganz Nordrhein-Westfalen, sondern auch aus anderen Bundesländern kamen. Wir beschlossen, uns mit dem für uns zuständigen Gesundheitsamt in Euskirchen zu vernetzen, gleiches taten die Kollegen in Monschau. Schnell merkten wir, dass es so richtig keine Pläne für eine solche Pandemie gab. Improvisation und Flexibilität waren gefragt.

    Erst Woche für Woche, dann Tag für Tag stieg die Nervosität, sowohl unter den Studierenden und Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmern als auch in der Dozentenschaft und in der Verwaltung. Anfang März diskutierten wir schon, wie eine Lehre unter Pandemiebedingungen aussehen könnte. IT-affine Dozenten stellten eine erste Videolösung vor. Gleichzeitig überlegten wir, was wir tun würden, wenn es zu einem Ausbruch unter den Studierenden und Lehrgangsteilnehmern käme. Eine Quarantäne in den Unterkünften schien uns angesichts des offenen Geländes und einer zu erwartenden wachsenden Sorge unter den Nichtinfizierten kaum durchsetzbar.

    Und so kam der 13. März 2020, ein Freitag. Die Aufregung war noch größer geworden. Wir versuchten die Sorgen ernst zu nehmen und gleichzeitig Ruhe auszustrahlen. Gegen Mittag kam die Meldung, dass die Schulen und Hochschulen ab Montag in den Lockdown wechseln würden. Gleichzeitig erreichte uns die Meldung aus dem Ministerium, wir müssten uns keine Sorgen machen, unser Lehrbetrieb würde weiterlaufen. Wir wiesen darauf hin, dass wir nicht sicher absehen könnten, ob wirklich alle Studierenden und Lehrgangsteilnehmer aus dem Wochenende zurückkehren würden. Gleichwohl informierten wir vorsorglich alle Beteiligten.

    Bis Samstagmittag hatte ich so viele Mails und Anrufe mit Protesten gegen die Wiederaufnahme des Lehrbetriebs am Montag erhalten, dass ich nach intensiver Diskussion mit dem Ministerium entschied, dass auch wir – wenn auch schweren Herzens – den Lehrbetrieb vor Ort nach dem Wochenende nicht wieder aufnehmen würden. Gleichzeitig leiteten wir schon an diesem Wochenende die Beschaffung einer ersten Lehr-Software in die Wege. Uns war bewusst, dass wir damit die Beschaffungsregelungen nicht ganz einhalten würden, andererseits sahen wir die Notwendigkeit, den Lehrbetrieb so bald wie irgend möglich fortzusetzen. Und so konnten schon in der nächsten Woche erste Lehrveranstaltungen per Video stattfinden.

    Und das war der richtige Weg. Denn später wurde entschieden, dass anders als an anderen Hochschulen und Universitäten die Hochschulen des öffentlichen Dienstes den Lehrbetrieb ohne Unterbrechungen und Freisemester fortsetzen sollten. Die Jahrgänge sollten pünktlich in die Abschlussprüfung gehen und die nächsten Jahrgänge wie geplant ihr Studium aufnehmen.

    Auf dem Gelände wurde es ab diesem 13. März für viele Wochen sehr ruhig. Viel zu ruhig für unseren Geschmack. Eine Hochschule ohne Studierende und Lehrende ist öde. Zumal wir als Verwaltung auch ein Wechselmodell mit zwei Gruppen einrichteten, die möglichst nicht gleichzeitig anwesend sein sollten. Und so waren wir schon geradezu dankbar, als das Ministerium anfragte, ob wir für ein paar Tage die Diensthundestaffel aufnehmen könnten, damit diese in den leeren Studienräumen trainieren könne. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns schon über jede Form eines Lehrbetriebes gefreut, auch über vierbeinige Studierende.

    Als ich mich Mitte Mai von der Hochschule verabschiedete, war das daher ein seltsamer, fast unwirklicher Abschied. Zu ungefähr zehnt standen wir auf der Terrasse, im gebührenden Abstand zueinander mit ein paar Getränkekisten zwischen uns inmitten einer ungewohnt stillen Hochschule.

    Mein Fazit aus dieser Zeit: Es ist gelungen, den Lehrbetrieb am Laufen zu halten, die Jahrgänge in die Abschlussprüfungen zu bringen und neue Jahrgänge in die Hochschule zu integrieren. Das ist allein dem großartigen Einsatz aller Beteiligten in Dozentenschaft und Verwaltung sowie der Flexibilität und dem Leistungswillen unserer Studierenden und Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer zu verdanken. Diese Jahrgänge kann wahrscheinlich in ihrem Berufsleben nicht mehr viel schrecken.

    Dr. Benjamin Limbach

    Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen

  • Klappe, Kaufvertrag & Kuchen

    Klappe, Kaufvertrag & Kuchen

    Wenn der Notar Geburtstag hat und die Kamera läuft

    Im Rahmen unseres ersten Videodrehs für die Hochschule der Justiz NRW führte uns ein spannender Produktionstag nach Erkelenz – genauer gesagt in das Notariat eines ehemaligen Studenten der Hochschule. 

    Bereits am frühen Morgen begann das Abenteuer mit dem Abholen der Technik beim Kameraverleih in Dortmund. Mit zwei Kameras, etwas Licht- und Tonequipment sowie jeder Menge Vorfreude im Gepäck machten wir uns auf den Weg.

    Vor Ort angekommen, wartete direkt die erste kleine Überraschung auf uns: Der Notar Dr. Benedikt Berthold hatte Geburtstag. Natürlich durfte eine kleine Gratulation nicht fehlen – inklusive Kuchen und Kerzen. Lediglich an ein funktionierendes Feuerzeug hatten wir leider nicht gedacht.

    Nach dem Aufbau unseres Sets im Besprechungsraum konnte der Dreh starten: Gemeinsam mit zwei externen Darsteller*innen als Käuferehepaar sowie dem Projektleiter Richter Daniel Jung, dem das Schauspiel offenbar in die Wiege gelegt wurde, inszenierten wir die fiktiven Abläufe einer notariellen Beurkundung und Beglaubigung. Selbst die Empfangsmitarbeiterin des Notars übernahm mit Bravour eine kleine Rolle vor der Kamera.

    Hinter den Kulissen sorgten vor allem die kleinen Details für gute Stimmung: So wurden die symbolischen Eheringe des Käuferehepaars kurzerhand durch Ringe aus dem Kaugummiautomaten ersetzt.

    Nach zahlreichen Takes und gefühlt dem zehnten Vorlesen des Kaufvertrags, war der fiktionale Teil schließlich im Kasten. Zum Abschluss des Tages drehten wir noch ein Interview mit dem Notar, welches den fiktiven Teil mit wichtigen Informationen rund um die notarielle Abläufe bei einer Beurkundung und Beglaubigung ergänzen soll. Der Notar erläuterte die Abläufe sehr souverän und ganz ohne Versprecher, sodass der Speicherplatz auf den SD-Karten geschont wurde – gut für die Postproduktion. 

    Auch das Wetter wollte uns an diesem Tag offenbar testen: Während draußen strömender Regen einsetzte, räumten wir erschöpft, aber zufrieden, die Technik zurück ins Auto. Trotz nasser Kleidung und langer Rückfahrt blicken wir gerne auf diesen ersten gemeinsamen Dreh für die Hochschule zurück und freuen uns schon auf die nächsten Filmprojekte. Vielleicht ja bald gemeinsam mit dir? 

    Greta Blaudzun & Katja Müller

    Medienpädagoginnen am Zentrum für Informationstechnologie und Mediendidaktik (ZIM) an der Hochschule der Justiz Nordrhein-Westfalen

  • Halver Hahn

    Halver Hahn

    Wie ein „Halver Hahn“ den Schrecken der Nazizeit besiegte

    Exkursionen zu geschichtsträchtigen Orten sind ein fester Bestandteil des Studienfachs „Öffentliches Recht“. Aus der Geschichte zu lernen, gelingt dann am besten, wenn sich die Studierenden eigene, unmittelbare Eindrücke verschaffen können. Neben der ehemaligen Ordensburg Vogelsang ist das Kölner EL-DE Haus mit seinem NS-Dokumentationszentrum eine erste Adresse, um Geschichte für junge Menschen begreifbar zu machen. An den Wänden des schrecklich gut erhaltenen Zellentrakts zeugen herzzerreißende Inschriften von dem schreienden Unrecht, das von der Gestapo im Namen von Recht und Gesetz verübt wurde. Die tiefe Beklemmung weicht auch dann nicht, wenn man das Untergeschoss verlässt. Im Gegenteil! Ich habe noch immer den fassungslosen Blick eines Studierenden vor Augen, als er anhand der im Obergeschoß ausgestellten Dokumente feststellte, dass das zutiefst menschenverachtende Unrecht der Nazis in bester Behördenmanier fein säuberlich erfasst, aktenmäßig verfügt und pflichtgemäß abgearbeitet wurde.

    Als wir nach der diesjährigen Exkursion ins EL-DE Haus wieder in der Kölner Innenstadt standen, blickte ich daher in viele Gesichter, in denen der Schrecken des Nationalsozialismus einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hatte. Aber hatte ich auf unserer jährlichen Fortbildung in Didaktik nicht gelernt, dass ein echter Lernerfolg erst dann eintritt, wenn mit dem Erlernten emotional ein positiver Kontext hergestellt werden kann? Aber wie sollte dies mit „Naziunrecht“ möglich sein, das zum Verdrängen ja geradezu einlädt?

    Wie auch immer! Jetzt musste erstmal ein Stimmungs-Aufheller her und als dieser sollte der bekannte „Brauhaus-Fall“ dienen, den ich mit den Studierenden (wo, wenn nicht in Köln!) ganz real durchspielen wollte. Was ist vertraglich geschuldet, wenn man im Brauhaus einen „Halven Hahn“ bestellt? Ein halbes Hähnchen oder ein Röggelchen mit Gouda? Noch konnte ich nicht ahnen, dass es mit diesem „Halven Hahn“ gelingen würde, nicht nur ein Problem im Zivilrecht zu lösen, sondern auch den ganz aktuell vor Augen geführten Schrecken der Nazizeit zu besiegen.

    Im Brauhaus angekommen stellte sich allerdings zunächst das Problem, dass die Studierenden zur frühen Nachmittagsstunde durchaus nicht willens waren, dem Bierkonsum zu frönen. Überraschenderweise rief dies beim Köbes nur leichte Irritationen hervor. Durch in Kölsch-Stangen servierte Apfelschorle wurde den Bedürfnissen der Studierenden Rechnung getragen und zumindest optisch der Schein gewahrt, da Apfelschorle und Kölsch (wenn man es nicht stante pede konsumiert) eine verblüffende Ähnlichkeit haben.

    Entscheidend war dann aber natürlich die Bestellung des „Halven Hahns“, der durch den Köbes in Form des besagten Käsebrötchens auch relativ zügig serviert, von mir aber mit einer gespielten Überraschung ebenso freundlich wie zügig als nicht bestellt zurückgewiesen wurde. Ich ließ noch kurz fallen, dass ich ja ein halbes Hähnchen bestellt hätte und erwartete dann, dass mich mein Gegenüber in bester kölscher Köbes-Manier zur Belustigung aller Anwesenden herunterputzen und sich vor versammelter Mannschaft über meine Dummheit lustig machen würde.

    Aber ganz im Gegenteil! Der Köbes blieb ausgesprochen freundlich und charmant, was mir die Gelegenheit gab, zur Freude der gebannt lauschenden Studierenden meine juristischen Argumente vorzutragen und als Trumpfkarte das Wort „Empfängerhorizont“ fallen zu lassen. Auch davon ließ sich mein Köbes aber nicht (wie eigentlich erwartet) zu Tiraden gegen meine Rechthaberei verleiten, sondern er argumentierte nun selber rechtlich. Auf der Karte stehe doch ausdrücklich ein Gericht namens „Brathähnchen“. Dann könne der „Halve Hahn“ ja wohl ein solches nicht sein, wobei es ohnehin sehr fernliegend sei, für ein paar Euro ein veritables Geflügelgericht zu erwarten.

    Der Schlag saß! Jetzt war ich eindeutig in der Defensive und es hieß, den geordneten Rückzug anzutreten, den der Köbes mir aber mit einem gewitzten Lächeln verbaute. Er könne den „Halven Hahn“ aber natürlich gerne zurücknehmen und bringe dann eben das bestellte Brathähnchen. Jetzt war ich schachmatt. Es konnte mich nur noch eine bedingungslose Kapitulation retten, die ich mit der Entschuldigung verband, dass ich mit einer Gruppe von Studierenden eben nur ein juristisches Problem hätte durchspielen bzw. veranschaulichen wollen.

    Auch dies nahm mein Köbes amüsiert zur Kenntnis, wollte jetzt aber auch wissen, wie denn die rechtliche Lösung des Falles sei. Wegen meiner persönlichen Befangenheit überließ ich die Beurteilung allein den Studierenden, die zu einem einstimmigen Votum kamen. Natürlich habe der Köbes Recht, während mir als Trostpreis nur meine Käsestulle nebst einem frisch gezapften Kölsch zugebilligt werden konnte.

    Wie jetzt offenbar wurde, hatte auch der Brauhaus-Chef unseren juristischen Diskurs verfolgt und zeigte sich über das Ergebnis wie auch die Performance seines Mitarbeiters sehr erfreut. Auf meine Frage, warum mein Köbes so gar nicht reagiert habe, wie man es von einem kölschen Köbes erwartet, war die Antwort eindeutig. Das sei eben seine Art, er sei immer so freundlich und löse alles mit Witz und Charme. Eigentlich heiße er Adel. Aber weil er so beliebt sei, würden man ihn Habibi nennen.

    Wie bitte? Der Köbes in einem urkölschen Brauhaus stammte nicht seit Generationen aus dem Rheinland, sondern hatte Migrationshintergrund? Jetzt wurde mir auch klar, warum ich mit meinem typisch deutschen „Wer hat Recht?“ bei ihm ins Leere gelaufen war. Da war ich also mit all meinen Vorurteilen so ziemlich auf die Nase gefallen. Wenigstens war die Stimmungs-Aufhellung gut gelungen. Und der Lernerfolg? Den hatte vor allem der Dozent. Denn ich war der einzige in unserer bunten Truppe, der sich über einen syrisch-kölschen Köbes gewundert hatte.

    Peter Lüttgen

    Dozent an der Hochschule der Justiz Nordrhein-Westfalen

  • Gemeinsam mehr bewegen

    Gemeinsam mehr bewegen

    Die Personalräte der FHR / HS und des AZJ

    Wenn man auf 50 Jahre (Fach-) Hochschule zurückblickt, denkt man zunächst an die Lehre, an Klausuren, an gestresste Studierende. Doch die Geschichte unserer (Fach-) Hochschule wurde nie allein durch Gebäude, Lehrpläne oder Prüfungen geschrieben. Sie lebt vor allem durch die Menschen, die sie gestalten, und durch den Zusammenhalt, der unsere Gemeinschaft trägt.

    Dies zeigt eindrucksvoll, wie aus einem Spendenaufruf im Radio für das WDR2-Weihnachtswunder im Jahr 2024 die Idee für zwei ganz besondere Aktionen entstand.

    Im November 2024 fand aus diesem Anlass erstmals das gemeinsame Weihnachtsbaumschmücken in Bad Münstereifel statt. Bei Glühwein, Crêpes, Würstchen vom Grill und vorweihnachtlicher Musik kamen Studierende, Lehrende und Mitarbeitende zusammen, schmückten, teils mit selbstgebasteltem Schmuck, gemeinsam den Baum und tauschten sich in ungezwungener Atmosphäre aus.

    Parallel dazu wurde am Studienort Essen die erste „Punsch-Party“ veranstaltet.

    Im Mittelpunkt stand dabei nicht allein das Miteinander, sondern auch ein gemeinsames Anliegen. Die Unterstützung des WDR 2-Weihnachtswunders 2024 unter dem Motto „Gemeinsam gegen den Hunger in der Welt“. Bei den beiden Veranstaltungen und bei weiteren Gelegenheiten wurden eine Vielzahl an Spenden gesammelt – getragen von der großen Bereitschaft der Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden, sich einzubringen und Verantwortung über den eigenen Arbeits- und Studienalltag hinaus zu übernehmen.

    Der Höhepunkt folgte am 17. Dezember 2024: Eine Delegation der Fachhochschule und dem Ausbildungszentrum der Justiz übergab auf dem Domplatz in Paderborn am Glashaus des WDR2-Studios eine Spendensumme über insgesamt 2.828 Euro – verbunden mit dem Musikwunsch „Snowman“ von Sia.

    Zum Gelingen der Aktion trugen viele Personen, der hiesige Förderverein und die Deutsche Justizgewerkschaft bei.

    Organisiert wurden die beiden Veranstaltungen durch die beiden Personalräte der (Fach-)Hochschule sowie des Personalrats des Ausbildungszentrums der Justiz NRW (AZJ).

    Im Übrigen ist diese Vertretungskonstellation eine Besonderheit. Während es in anderen Justizbehörden üblicherweise nur einen Personalrat gibt, vertreten an der Fachhochschule für Rechtspflege NRW, der heutigen Hochschule der Justiz NRW, zwei Personalräte die Interessen der Mitarbeitenden und Dozierenden. Die Verwaltung wird durch den Personalrat der Hochschule und die Dozenten durch den Personalrat der Dozenten/-innen vertreten. Das AZJ verfügt über einen eigenen Personalrat, der hingegen sowohl die Interessen der Mitarbeitenden in der Verwaltung und der Lehrbeauftragten gemeinsam vertritt.

    Alle drei Personalräte arbeiten studienortübergreifend.

    In der gemeinsamen Organisation dieser Veranstaltungen zeigt sich, was unsere (Fach-)Hochschule seit fünf Jahrzehnten prägt: Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen, sich füreinander einsetzen und die gemeinsame Zusammenarbeit sichtbar leben. Personalratsarbeit bedeutet daher weit mehr als Mitbestimmung und Interessenvertretung. Sie lebt vom Dialog, vom Engagement und davon, Menschen zusammenzubringen.

    Das erste Weihnachtsbaumschmücken und die erste „Punsch-Party“ im Jahr 2024 waren deshalb mehr als schöne Adventsveranstaltungen. Es war ein sichtbares Zeichen dafür, wie aus Besonderheiten an unserer Hochschule Stärke entstehen kann – und wie Zusammenarbeit diese Geschichte auch in Zukunft prägen wird und Tradition entsteht.

    Im Jahr 2025 konnten durch beide Aktionen sogar 3.777 Euro gespendet werden.

    Die Personalräte der FHR / HSJustiz und des AZJ

  • Der neue Studienstandort in Essen

    Der neue Studienstandort in Essen

    Mit der Eröffnung eines weiteren Studienstandortes hat die Fachhochschule für Rechtspflege Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Ausbildung im Justizbereich vollzogen. Neben dem etablierten Standort in Bad Münstereifel wurde ein zusätzlicher Studienort im Bildungspark in Essen geschaffen.

    Wer an Bad Münstereifel denkt, hat schnell ein klares Bild vor Augen: ein ruhiger Ort, geprägt von historischer Kulisse, kleinen Cafés und einer Umgebung, die konzentriertes Lernen möglich macht. Genau hier ist seit vielen Jahren die Hochschule für Rechtspflege Nordrhein-Westfalen beheimatet. Doch so passend der Standort auch ist, stößt irgendwann selbst ein bewährtes System an seine Grenzen. Aufgrund steigender Studierendenzahlen reichten die Kapazitäten des Hauptgebäudes bereits seit Jahren nicht mehr aus. Um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden, wurden zusätzliche Räumlichkeiten im gesamten Ort angemietet. Gleichzeitig wird immer deutlicher: Nicht für alle ist ein Studium mit Aufenthalt vor Ort die passende Lösung. Viele wünschen sich mehr Flexibilität und die Möglichkeit, Ausbildung und privates Umfeld besser miteinander zu verbinden. Eine zentrale Alternative sollte daher geschaffen werden.

    Die Suche nach einer geeigneten Lokalität führt schließlich nach Essen. Im dortigen Bildungspark ist die Justiz Nordrhein-Westfalen in Form des Ausbildungszentrums der Justiz bereits präsent; ein Vorteil, der sich schnell auszahlt. Dort vorhandene Räumlichkeiten konnten kurzfristig angemietet und für die Bedürfnisse des Studienbetriebs angepasst werden. Zunächst wurde eine Mietdauer von vier Jahren vereinbart, mit Kapazitäten für zwei Lehrgänge mit jeweils 92 Studierenden.

    Die Vorbereitungen für den neuen Studienort liefen im ersten Halbjahr 2023 auf Hochtouren. Neben der Herrichtung der Räumlichkeiten wurden Dozierende ausgewählt und intensiv im Rahmen eines Onboardings auf ihre Aufgaben vorbereitet. Insgesamt konnte auf wertvolle Erfahrungen aus der bereits erfolgten Einrichtung des Ausbildungszentrums in Essen zurückgegriffen werden, was die organisatorischen Abläufe deutlich erleichterte. Am 1. August 2023 wurde der Studienort dann feierlich eröffnet. Herr Minister der Justiz NRW Dr. Benjamin Limbach begrüßte neben Herrn Dr. Meyer und Herrn Weber bei sommerlichen Temperaturen 92 Studierende sowie zwölf Lehrende zum Studienbeginn.

    Anfangs vorhandene Unsicherheiten wichen schnell einer positiven Aufbruchsstimmung und sowohl Studierende als auch Lehrende fanden sich rasch in der neuen Umgebung zurecht. Besonders spürbar war von Anfang an, dass das Angebot in Essen eine Lücke schließt. Viele Studierende nahmen und nehmen längere Fahrzeiten bewusst in Kauf, um weiterhin zu Hause wohnen zu können. Inzwischen hat sich der Studienort erfolgreich etabliert: Bereits ein dritter Lehrgang hat begonnen und auch für das Jahr 2026 ist die Aufnahme weiterer 92 Studierender in vier Studiengruppen geplant.

    Im Jubiläumsjahr 2026 schreiben erstmals seit der Gründung der Hochschule Studierende aus zwei Studienstandorten ihr Examen. An dieser Stelle wünsche ich allen Prüflingen, die 2023 begonnen haben, viel Erfolg und gutes Gelingen – ich bin stolz auf Sie!

    Sina Göddenhenrich

    Stellv. Geschäftsleiterin der Hochschule und des Ausbildungszentrums der Justiz NRW in Essen

  • Zwischen Akten, Kamera und Mikrofon

    Zwischen Akten, Kamera und Mikrofon

    Mein turbulentes Studienjahr 2022

    Ganz so lang bin ich zwar noch nicht dabei, aber auch in kurzer Zeit konnte ich während meines Studiums schon viel erleben. Das turbulenteste Studienjahr für mich war das Jahr 2022. Direkt zu Beginn durfte ich feststellen: Paragraphen können viel, aber ohne die richtigen Menschen dahinter bleiben sie ziemlich leblos.

    Und so sagte ich natürlich gerne zu, als Protagonisten für die neue Werbekampagne der Justiz gesucht wurden. Ich dachte dabei an ein paar Fotos für Werbeflyer… doch es sollte ganz anders kommen.

     So standen 2022 plötzlich nicht nur Akten, sondern auch YouTube-Videos, Plakatfotos und auch ein Radiointerview auf meinem Lehrplan.

    Bereits 2021 wurde für die Werbekampagne der Nachwuchsgewinnung in Düsseldorf gedreht und geshootet. Auch bei mir daheim durfte ich ein Kamerateam begrüßen – ein Dreh in Bad Münstereifel war ja wegen Corona leider nicht möglich. Und so war die Justiz quasi zu Besuch in meinem Wohnzimmer. Spätestens da wurde mir klar: ich hatte mich hier auf etwas mehr, als „nur ein paar Fotos“ eingelassen.

    Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, das YouTube-Video ging 2022 online. Mein Ziel war es, die Justiz greifbarer zu machen und vielleicht dem einen oder der anderen den Impuls „Hey, das ist vielleicht etwas für mich“ mitzugeben. Inzwischen hat das Video über 45.000 Aufrufe und ich hoffe, dass meine Botschaft angekommen ist.

    Als wäre das noch nicht genug, hielt die Studienzeit für mich noch ein Radiointerview bei WDR 5 bereit. Dort durfte ich die Frage, warum die Verbeamtung für junge Menschen attraktiv ist, aus meiner eigenen Perspektive beantworten.

    Und weil ein Video oder ein Radiointerview selten allein kommen, ging’s Anfang 2023 direkt weiter. Diesmal aber analog und großflächig: eine Plakatkampagne quer durchs Ruhrgebiet. Zwischen Alltag, Pendelverkehr und Pommesbude tauchte plötzlich die Justiz auf.

    Das Jahr 2022 war turbulent: Corona-Einschränkungen, Überschwemmungs-Chaos oder Werbedrehs. Meine Studienzeit entspricht sicher nicht dem 0815 Münstereifel-Standard, hat mir aber gezeigt, dass die Justiz viel wandelbarer ist, als viele meinen.

    Anna Heßelmann

    Dozentin am Ausbildungszentrum der Justiz Nordrhein-Westfalen