Wie würde der erste Schritt zweier Pädagogen an der Fachhochschule für Rechtspflege klingen, betrachtet durch die Linse eines Science‑Fiction‑Epos? Zwei Wissensreisende landen auf einem Planeten, der zwar von instabilen pädagogischen Energiefeldern durchzogen ist, dessen juristische Atmosphäre ihnen jedoch völlig fremd ist. Aus dieser Mischung entsteht diese Sci‑Fi‑Analogie: ein Erstkontakt zwischen zwei Wissenskulturen.
Wir schreiben das Jahr 2021, Sternzeit 09152021 Logbuch der bemannten Raumsonde Comenius V. Eintrag HATT-13-252. Aufgrund eines Notrufsignals hat die Comenius V Kurs auf den Nomos Sektor genommen. Unkartographiertes Gebiet weit ab/Lichtjahre entfernt von den sich stets wandelnden didaktischen Hyperlanes.
Die beiden Wissenschaftsoffiziere Lara Treely und Dr. Sparrow erkunden unbekanntes Terrain. Die Planetenatmosphäre ist atembar und es kann wahrscheinlich auf künstliche Lebenserhaltungssysteme an Bord und Schutzanzüge bei den Außeneinsätzen verzichtet werden. Lediglich die Versorgung mit Trinkwasser ist gestört, und daher muss palettenweise von außen H2O importiert werden. Üppige Vegetation überzieht weite Areale des Geländes. Gleichzeitig ist das Terrain in völlig unterschiedliche atmosphärische Zusammensetzungen und Klimazonen aufgeteilt.
Es bedarf einiger Kalibrierungsvorgänge, um die Übersetzungsmodule auf den eigenwilligen Dialekt der Bewohner anzupassen und Störungen in der Kommunikation zu vermeiden. Die ersten Begegnungen mit den Bewohnern sind keinesfalls hostil, sondern äußerst positiv und friedlich. Konflikte werden hier anscheinend nicht durch Phaser, sondern durch Diplomatie und das Hinterfragen moralischer Prinzipien gelöst, ganz im Sinne der galaktisch-didaktischen Doktrin, anders als bei der Tarkin Doktrin (Imperiales Kommuniqué #001044.92v), welche Ähnlichkeiten mit der chinesischen Philosophie des Legalismus aufweist.
Es gibt allerdings Berichte zu einem Ritual namens „Lehre“, das die Bewohner regelmäßig zelebrieren und bei dem einige Teilnehmende so wirken, als wären sie von einem auf „Betäubung“ eingestellten Phaser getroffen worden.
Ziel der Bewohner ist es, die Anbindung an die didaktischen Hyperlanes mit Hilfe der beiden Forscher schneller weiter auszubauen und die speziellen Truppen für den Außeneinsatz optimal vorzubereiten, um die Anzahl an sogenannten Redshirt-Ereignissen zu minimieren. Auch wenn mancher Veränderungsprozess eher wie ein Kobayashi-Maru-Szenario wirkt, trägt die gemeinsame Arbeit bereits zahlreiche Früchte. Weitere Ausführungen folgen – Logbucheintrag OVER…
Dr. Marko Sperling


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