Im Jahr 2000 fiel der Startschuss für „Justiz Online“.
Seine eigentliche Geburtsstunde lag jedoch nicht in Düsseldorf, sondern in Bad Münstereifel – in den Räumen der Fachhochschule für Rechtspflege (FHR) am 11. und 12.10.1999.
Dort fand nämlich der erste Workshop mit allen am Start des Projektes Beteiligten statt. Das waren neben Vertretern des JM und dem LDS (jetzt IT NRW), sowie den drei Oberlandesgerichten auch Vertreter der FHR. Zuvor wurde von der damaligen Hausspitze (Minister Prof. Dr. Jochen Dieckmann) die Einrichtung des Projektes gebilligt.
In Bad Münstereifel wurden nicht nur die ersten Ziele des Projektes definiert und initialisiert, sondern die FHR übernahm die Verantwortung für ein sehr wichtiges Teilprojekt: die Einrichtung und die konstante Qualitätssicherung der Internetauftritte und die Hausintranets der NRW-Justizeinrichtungen.
Dem ersten Workshop folgten viele Besprechungen, Ausschuss- und Teamsitzungen in der FHR, wenn möglich verbunden mit einem netten Abend in der Mensa, wo Sonia uns jeweils hervorragend bediente.

Es wurde das erste „INET-Handbuch“ mit Richtlinien und Empfehlungen zur Erstellung von Internet- und Intranetauftritten in NRW-Justizeinrichtungen erarbeitet und im August 2000 veröffentlicht. Das war der Startschuss für die Webpräsentationen aller rund 300 Gerichte, Staatsanwaltschaften, Justizvollzugsanstalten und Fortbildungseinrichtungen, die bis heute erfolgreich die Justiz NRW im Internet präsentiert.
Der damalige Direktor der FHR, Hanno Allolio, hatte das Projekt maßgeblich unterstützt und sowohl personelle auch räumliche Kapazitäten in den ersten Jahren von Justiz-Online zur Verfügung gestellt. So wurde in Bad Münstereifel ein eigener Raum für Miniworkshops bereitgestellt, in dem Justizeinrichtungen ihre Webpräsentation erstellen konnten.
Bis heute werden jährlich Schulungen und Workshops für Webmaster und Online-Redakteure unter Federführung der Hochschule der Justiz durchgeführt und durch Qualitätsprüfungen sichergestellt, dass die Websites aktuell und gepflegt sind.
Daneben hat mit Hilfe von Studierenden das Justiz-Online-Teilprojekt der FHR die „Leichte Sprache“ bei den Websites eingeführt und damit die veröffentlichten Inhalte auch für Menschen lesbar gemacht, die juristisch nicht vorgebildet sind.

Der Projektleiter Thomas Schmidt ist bis heute bei der Hochschule der Justiz tätig. Gemeinsam mit André Rose (AG Detmold), Christian Lippmann (LG Münster) und vielen Kolleginnen und Kollegen haben sie zum Erfolg von Justiz-Online beigetragen. Ihnen und den Verantwortlichen der FHR danke ich für mehr als 25 Jahre hervorragende Zusammenarbeit.
Auf die nächsten 25 Jahre!
Joachim Klein
Referatsleiter Ministerium der Justiz Nordrhein-Westfalen i. R.


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