Mein Weg in die Rechtspflege und Lehre
Nach meinem Abitur im Frühjahr 1982 wollte ich eigentlich Mathe und Latein auf Lehramt studieren. Aufgrund der damaligen Lehrerschwemme musste aber ein Plan B her. Mein damaliger Tanzpartner, seines Zeichens Jurastudent, riet mir zum „Rechtspflegerberuf“, da ich dann sachlich unabhängig und nur dem Gesetz und dem Gewissen unterworfen sei.
Gesagt, getan, am 01.08.1982 habe ich bei dem Amtsgericht Köln angefangen und nach drei anstrengenden Jahren am 08.10.1985 die Diplomierungsurkunde erhalten.
Nach mehreren Jahren in der Verwaltung und Rechtspflege und einer längeren Elternzeit hat sich aber mein Lehrer-Gen wieder gemeldet und ich hatte glücklicherweise die Gelegenheit, in der Zeit von 2009-2016 an der damaligen FHR und beim AZJ unterrichten bzw. lehren zu dürfen.
Auch wenn der damalige Direktor der FHR im ersten Bewerbungsgespräch meinte, ich solle wegen der Erfüllung eines Kindheitstraumes nicht meine Karriere aufs Spiel setzen. Negativ hat sich die Tätigkeit an der damaligen FHR aber nicht ausgewirkt. Ganz im Gegenteil.
Highlights meiner Dozententätigkeit war zum einen die Studienfahrt nach Rom im September 2013 und zum anderen die Aushändigung der Diplomierungsurkunden im Jahr 2015.
Nach Ablauf der Abordnungszeit bin ich zum AG Köln zurückgekehrt und hier nun in der Nachlassabteilung und nebenamtlich im Begleitunterricht für Rechtspfleger- und Sekretäranwärter/innen tätig.
Barbara Dappozzo
Rechtspflegerin am Amtsgericht Köln


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