Kunst- und Handwerkermarkt an der FHR NRW
Im Jahr 2014 hatte sich an der Fachhochschule für Rechtspflege Nordrhein-Westfalen bereits eine Tradition etabliert, die auf den ersten Blick so gar nicht nach Lehre, Klausuren und Gesetzestexten klingt: der Kunst- und Handwerkermarkt. Zum fünften Mal zogen Filzpantoffeln, Patchworkdecken, Holzarbeiten, Schmuck und viele andere handgefertigte Dinge in die Räume der Hochschule ein. Was 2010 als Idee einer ausstellungserfahrenen Kollegin begonnen hatte, war damit längst mehr als ein Versuch – und aus heutiger Sicht genau in der Mitte einer zehnjährigen Erfolgsgeschichte angekommen.
Als langjährige Ausstellerin beim Kunst- und Handwerkermarkt im Oberlandesgericht Köln hatte ich irgendwann einmal die Idee, solch einen Markt auch in den Räumen der Fachhochschule zu organisieren. Die Räumlichkeiten boten sich geradezu an und auch die Gelegenheit, die Fachhochschule nach außen zu repräsentieren, spielte dabei eine Rolle.
Nachdem die Direktorin der Fachhochschule, Frau Dr. Dylla-Krebs, ihr Einverständnis gegeben hatte, begann ich Anfang 2010 mit der Planung des 1. Kunst- und Handwerkermarktes, der am 31. Oktober 2010 stattfinden sollte. Am wichtigsten waren natürlich die Ausstellerinnen und Aussteller. Es sollten Hobbykünstler sein, aber ich wollte auch kleinen besonderen Handwerksbetrieben aus Bad Münstereifel und Umgebung die Möglichkeit geben, ihre Produkte auf unserem Markt vorzustellen.
Natürlich war der Kunst- und Handwerkermarkt auch Thema bei den Kolleginnen und Kollegen sowie Dozentinnen und Dozenten und in einschlägigen Zeitschriften machte ich auf diesen Markt aufmerksam. Schon bald gingen die ersten Anfragen zur Teilnahme ein und es dauerte nicht lange, und die Standplätze waren vergeben.
Der 31. Oktober 2010 rückte näher und viele helfende Hände aus den Reihen der Verwaltung und des Hausmeisterdienstes machten diesen Handwerkermarkt erst möglich.
Der Kantinenpächter hatte sich bereit erklärt, für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher zu sorgen und viele Kolleginnen aus der Verwaltung kümmerten sich um Kaffee und Kuchen in der Cafeteria. Damit stand dem 1. Kunst- und Handwerkermarkt an der Fachhochschule für Rechtspflege Nordrhein-Westfalen nichts mehr im Wege.

Der Andrang der Besucherinnen und Besucher am Markttag übertraf bei weitem unsere Erwartungen. Mit solch einem Zuspruch hatten wir nicht gerechnet. Das Interesse an unserem Handwerkermarkt, aber auch an den Räumlichkeiten der Fachhochschule war groß und am Ende des Tages zogen wir das Fazit:
Diesen Handwerkermarkt werden wir wiederholen.
Genau zehn Mal fand dieser Kunst- und Handwerkermarkt statt. Viele Ausstellerinnen und Aussteller präsentierten in dieser Zeit ihre tollen und hochwertigen Arbeiten und konnten die Besucher und Besucherinnen damit erfreuen.
Die räumliche Situation der Fachhochschule, aber letztendlich die Corona-Pandemie, beendeten leider die Zeit der Kunst- und Handwerkermärkte in der Fachhochschule für Rechtspflege Nordrhein-Westfalen.
Es war eine schöne Zeit – für die Ausstellerinnen und Aussteller, aber auch die Besucherinnen und Besucher!
Angelika Hein
Mitarbeiterin im Vorzimmer der ehemaligen Direktoren und Direktorin der Hochschule der Justiz Nordrhein-Westfalen i. R.


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